Die Herausforderungen des Übersetzens ins Amtsspanische

Spanisch ist nicht gleich Spanisch – das wissen alle, die sich professionell mit Übersetzungen in diese Weltsprache befassen. Gerade im offiziellen und behördlichen Kontext gibt es spezielle Anforderungen an Wortlaut, Stil und Genauigkeit. Die Rede ist vom sogenannten „Amtsspanisch“ oder „Spanisch für den offiziellen Gebrauch“.

Diese Variante des Spanischen hat zum Ziel, in Gesetzestexten, Verträgen und Dokumenten möglichst präzise, unmissverständlich und frei von regionalen Einflüssen zu sein. Ein hohes Maß an Standardisierung, Neutralität und Klarheit sind hier die obersten Gebote.

Für Übersetzer, die in diesem Bereich tätig sind, ergeben sich besondere Herausforderungen. Damit die übertragenen Dokumente offiziell verwendet und rechtlich anerkannt werden können, müssen höchste Anforderungen erfüllt sein. Kleinste Fehler oder Ungenauigkeiten können gravierende Folgen haben.

Das beginnt bereits bei der Wortwahl und Terminologie. Im Amtsspanisch sind ausschließlich die offiziellen Regeln und Vorgaben der spanischen Akademie (RAE) maßgeblich. Regionale Begriffe, Dialekte oder umgangssprachliche Ausdrücke sind hier fehl am Platz und können zu Missverständnissen führen.

Gleiches gilt für die Grammatik und Orthografie. Die RAE-Regeln müssen aufs Genaueste befolgt und Schreibweisen absolut korrekt sein. Auch die Syntax und der Satzbau sollten klar, neutral und frei von Mehrdeutigkeiten strukturiert werden.

Neben der präzisen Übertragung der Bedeutung muss ein offizielles Dokument im Amtsspanisch auch den dafür üblichen, formellen Stil widerspiegeln. Die Ausdrucksweise ist sachlich, nüchtern und auf das Wesentliche beschränkt. Der Ton bleibt stets ernst und distanziert – Witze, Metaphern oder emotionale Elemente sind hier völlig fehl am Platz.

Eine besondere Herausforderung stellt das Übersetzen von Rechtsbegriffen und Fachterminologie dar. Hier müssen exakte Äquivalente und Parallelformulierungen aus dem Zielsprachumfeld gefunden werden. Andernfalls droht eine Verwässerung oder falsche Interpretation der offiziellen Bedeutung.

Selbst bei Ländern mit derselben Amtssprache Spanisch können sich die Terminologien unterscheiden. In Spanien verwenden Behörden teils andere Bezeichnungen als in Lateinamerika. Dann müssen für eine lokale Zielgruppe Anpassungen vorgenommen werden.

Letztlich ist nicht zu unterschätzen, wie fordernd und kleinteilig die Arbeit für diesen speziellen Bereich ist. Große Sorgfalt, Ausdauer und profundes Hintergrundwissen zu Recht, Verwaltung und amtlichen Vorgaben sind unabdingbar. Fehler haben schnell schwerwiegende Folgen und Konsequenzen.

Dafür tragen Übersetzer, die ihr Handwerk hier verstehen, auch große Verantwortung. Mit ihrer Präzisionsarbeit sichern sie die rechtliche Gültigkeit und korrekte Auslegung von wichtigen offiziellen Dokumenten. Ein sensibles Sensorium für die Regeln und Anforderungen des Amtsspanischen ist dabei das A und O.

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