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Post-Editing · MTPE · maschinelle Übersetzung · KI-Übersetzung

Post-Editing von KI-Übersetzungen

Beim Post-Editing wird eine mit KI oder maschineller Übersetzung erzeugte Zielversion menschlich anhand des Ausgangstextes überarbeitet.

Geprüft werden je nach vereinbartem Qualitätsziel unter anderem Sinn, Vollständigkeit, Fachterminologie, Zahlen, Einheiten, Stil, Konsistenz und Zielsprachlogik.

Sie wissen noch nicht, ob Post-Editing überhaupt der richtige Weg ist? Dann zuerst die KI-Übersetzung prüfen lassen . Diese Seite hier behandelt dagegen die konkrete Nachbearbeitung.
Post-Editing von KI- und maschinellen Übersetzungen bei eLengua

Für das Post-Editing benötigt

  • Ausgangstext
  • KI- oder MT-Zieltext
  • Ausgangs- und Zielsprache
  • Fachgebiet und Verwendungszweck
  • Glossare, Referenzübersetzungen oder Styleguide
Ausgangszustand

Maschinell erzeugte Zielversion

Sprachlich teilweise bereits gut, aber fachliche Richtigkeit und Vollständigkeit sind noch nicht abschließend menschlich geprüft.

Zielzustand

Menschlich post-editierte Übersetzung

Der Zieltext wurde entsprechend dem vereinbarten Qualitätsniveau mit dem Original abgeglichen und überarbeitet.

Bearbeitung

Was beim Post-Editing tatsächlich passiert

Der Zieltext wird nicht lediglich „schöner formuliert“. Ausgangstext und maschinelle Übersetzung werden systematisch miteinander abgeglichen.

01 · Bedeutung

Original und Zieltext vergleichen

Aussagen, Bedingungen, Einschränkungen, Negationen und logische Beziehungen werden kontrolliert.

02 · Terminologie

Fachbegriffe harmonisieren

Fachbegriffe, Produktnamen, Abkürzungen und bestehende Terminologie werden konsistent eingesetzt.

03 · Sprache

Zieltext überarbeiten

Grammatik, Satzbau, Lesbarkeit, Stil und zielsprachliche Natürlichkeit werden entsprechend dem Qualitätsziel angepasst.

04 · QA

Kritische Elemente prüfen

Zahlen, Einheiten, Tabellen, Querverweise, Auslassungen und wiederkehrende Begriffe werden kontrolliert.

Qualitätsniveau

Light Post-Editing und Full Post-Editing klar unterscheiden

Der Bearbeitungsumfang sollte vor Projektbeginn eindeutig definiert werden. Sonst verstehen Auftraggeber und Post-Editor unter „Post-Editing“ möglicherweise unterschiedliche Ergebnisse.

Begrenztes Qualitätsziel

Light Post-Editing

Light Post-Editing eignet sich für Texte, bei denen Verständlichkeit und inhaltliche Brauchbarkeit wichtiger sind als eine vollständig publikationsreife Zielsprachversion.

  • offensichtliche Sinnfehler korrigieren
  • relevante Auslassungen beheben
  • grobe Terminologiefehler korrigieren
  • Verständlichkeit sicherstellen
  • unnötige stilistische Eingriffe vermeiden
Der genaue Umfang von Light Post-Editing ist projektspezifisch und sollte im Briefing ausdrücklich festgelegt werden.
Umfassendes Qualitätsziel

Full Post-Editing

Full Post-Editing ist auf eine vollständig überarbeitete Zielversion ausgerichtet und umfasst einen deutlich umfassenderen Vergleich mit dem Ausgangstext.

  • Sinn und Vollständigkeit vollständig prüfen
  • Fachterminologie harmonisieren
  • Grammatik und Zielsprachlogik korrigieren
  • Stil und Textfunktion berücksichtigen
  • Zahlen, Einheiten und Querverweise prüfen
  • projektbezogene Konsistenz herstellen
ISO 18587:2017 beschreibt Anforderungen an den Prozess des vollständigen menschlichen Post-Editings von maschinellem Übersetzungsoutput.
Stop-Regel

Wann Post-Editing nicht mehr wirtschaftlich ist

Eine maschinelle Vorübersetzung spart nur dann Arbeit, wenn sie tatsächlich eine brauchbare Grundlage bildet.

Bei zu vielen systematischen Fehlern kann der Versuch, jeden Satz zu reparieren, mehr Zeit beanspruchen als eine saubere Neuübersetzung.

Viele Sinnfehler Die Übersetzung verändert regelmäßig Aussagen, Bedingungen oder fachliche Zusammenhänge.
Viele Auslassungen Wichtige Textteile oder Einschränkungen fehlen wiederholt und müssen rekonstruiert werden.
Falsche Fachsprache Die Terminologie ist systematisch ungeeignet und muss über große Teile des Dokuments ersetzt werden.
Strukturprobleme Listen, Tabellen, Tags, Platzhalter, Querverweise oder Satzbezüge wurden beschädigt.
Zu hoher Reparaturaufwand Die maschinelle Fassung beschleunigt den Prozess nicht mehr, sondern verlangsamt ihn.
Prüfmatrix

Welche Elemente beim Full Post-Editing kontrolliert werden

Der konkrete Prüfumfang hängt von Textart, Fachgebiet und Projektvereinbarung ab.

Prüfebene Typische Fehler Post-Editing Beispiel
Sinn Bedeutungsverschiebung, falsche Negation, falsche Bedingung. Zieltext mit Ausgangstext vergleichen und Aussage korrigieren. „may“ darf nicht unbeabsichtigt zu „muss“ werden.
Vollständigkeit fehlende Sätze, Einschränkungen oder Listenpunkte. Auslassungen anhand des Ausgangstexts identifizieren und ergänzen. „only if“, „unless“, „except“.
Terminologie allgemein plausible, aber fachlich falsche Begriffe. Glossar, Referenztexte und Fachkontext berücksichtigen. technische Komponenten oder medizinische Fachbegriffe.
Zahlen & Einheiten Wert, Einheit oder Bezugsgröße falsch zugeordnet. Zahlen und zugehörige Parameter mit dem Original abgleichen. mm, °C, %, mg, kW.
Zielsprachlogik unnatürlicher Satzbau, falsche Kollokationen oder MT-Strukturen. Text entsprechend der Zielsprache neu formulieren. syntaktisch korrekte, aber unübliche Formulierungen.
Konsistenz wechselnde Benennung desselben Begriffs. Terminologie und wiederkehrende Formulierungen harmonisieren. Produkt-, Komponenten- und Prozessbegriffe.
Struktur beschädigte Tags, Querverweise oder Platzhalter. sprachliche Elemente korrigieren, technische Strukturen erhalten. HTML, XML, XLIFF, Variablen.
Dateien & Workflow

Post-Editing findet häufig direkt im Arbeitsformat statt

Der Zieltext kann in editierbaren Dokumenten, Tabellen, strukturierten Dateien oder Übersetzungsformaten vorliegen.

Vor Projektbeginn wird geprüft, welche Elemente bearbeitet werden dürfen und welche technische Struktur unverändert bleiben muss.

DOCX XLSX PPTX PDF XLIFF XML HTML CSV
Mögliche Lieferung

Wie die bearbeitete Fassung zurückgegeben werden kann

Bereinigte Zielversion Post-editierter Text ohne Bearbeitungsmarkierungen.
Änderungen nachvollziehbar Je nach Dateiformat können Änderungen oder Kommentare sichtbar zurückgegeben werden.
Terminologie aktualisiert Neue oder korrigierte Fachbegriffe können in die Projektterminologie übernommen werden.
Offene Fragen markiert Inhaltlich nicht eindeutig lösbare Stellen können zur Rückfrage gekennzeichnet werden.
Fachliches Post-Editing

Je fachlicher der Text, desto wichtiger wird der Ausgangstextvergleich

Bei spezialisierten Texten können sprachlich plausible KI-Ausgaben besonders leicht über fachliche Fehler hinwegtäuschen.

Technische Dokumentation

Komponenten, Handlungsschritte, Warnhinweise, Zahlen und Einheiten müssen eindeutig bleiben.

Technische Übersetzung →

Wissenschaftliche Texte

Methodik, Ergebnisse, Fachterminologie, Einschränkungen und Schlussfolgerungen dürfen nicht verschoben werden.

Wissenschaftliches Übersetzen →

Medizin & Pharmazie

Fachbegriffe, Dosierungen, Verfahren und risikorelevante Aussagen benötigen besonders genaue Kontrolle.

Medizin →

Recht

Verpflichtungen, Definitionen, Bedingungen und Ausnahmen können durch kleine Bedeutungsverschiebungen verändert werden.

Rechtswissenschaften →

Websites

Zusätzlich zur Übersetzungsqualität müssen Tonalität, Zielmarkt, Nutzerführung und Content-Funktion funktionieren.

Webseitenlokalisierung →

Allgemeine Fachtexte

Wenn die maschinelle Vorlage für ein Full Post-Editing nicht geeignet ist, kann eine vollständige Fachübersetzung sinnvoller sein.

Fachübersetzungen →
ISO 18587

Der Referenzstandard für Full Post-Editing

ISO 18587:2017 beschreibt Anforderungen an den Prozess des vollständigen menschlichen Post-Editings von maschinell erzeugtem Übersetzungsoutput sowie Anforderungen an die Kompetenzen von Post-Editoren.

Deshalb sollte zwischen Full Post-Editing und einem individuell definierten Light Post-Editing unterschieden werden. Light Post-Editing kann ein sinnvolles Projektmodell sein, verfolgt aber bewusst ein begrenzteres Qualitätsziel.

Stand September 2026: ISO 18587:2017 ist weiterhin veröffentlicht. Gleichzeitig befindet sich eine überarbeitete Ausgabe als ISO/DIS 18587 in Entwicklung. Die Nennung des Standards beschreibt hier den fachlichen Referenzrahmen und keine Zertifizierung von eLengua.
Aufwand

Wann Post-Editing tatsächlich Zeit spart

Post-Editing ist nicht automatisch billiger als eine Übersetzung. Entscheidend ist, wie viel brauchbarer Inhalt die maschinelle Vorübersetzung bereits liefert.

MT-Ausgangsqualität

Je mehr Sinn- und Terminologiefehler vorhanden sind, desto größer ist der menschliche Bearbeitungsaufwand.

Qualitätsziel

Light und Full Post-Editing unterscheiden sich erheblich in Umfang und notwendiger Prüftiefe.

Fachgebiet

Spezialisierte Terminologie und sensible Inhalte erhöhen den Prüf- und Rechercheaufwand.

Wiederholungen

Translation Memories, Glossare und wiederkehrende Textsegmente können Folgeprojekte effizienter machen.

Für eine konkrete Kalkulation sind Ausgangstext und KI-/MT-Zieltext am aussagekräftigsten. Preise und Kalkulationsgrundlagen →

Vertrauliche Texte

Post-Editing ohne erneute öffentliche KI-Eingabe

Wenn ein Text bereits mit einem KI- oder MT-System übersetzt wurde, muss er für die menschliche Nachbearbeitung nicht erneut in ein öffentlich zugängliches generatives KI-System eingegeben werden.

Bei sensiblen Unternehmens-, Forschungs-, Vertrags- oder Personendaten können besondere Vorgaben für Dateiübermittlung und Bearbeitung vorab vereinbart werden.

Projektwissen

Glossare und vorhandene Übersetzungen weiterverwenden

Vorhandene Terminologielisten, Translation Memories, freigegebene Übersetzungen und Styleguides können für das Post-Editing übernommen werden.

Dadurch muss der Post-Editor nicht jedes wiederkehrende Produkt-, Fach- oder Markenwort neu entscheiden.

Projekt anfragen

Post-Editing kalkulieren lassen

Für eine belastbare Einschätzung werden idealerweise Ausgangstext und KI-/MT-Zieltext gemeinsam geprüft.

Für die Kalkulation hilfreich

  • Original: vollständiger Ausgangstext oder Auszug
  • MT/KI-Version: vorhandene Zielsprachfassung
  • Sprachen: Ausgangs- und Zielsprache
  • Qualitätsziel: Light, Full oder noch zu klären
  • Fachgebiet: falls terminologisch spezialisiert
  • Referenzen: Glossar, TM, Styleguide oder frühere Übersetzungen
  • Termin: gewünschtes Lieferdatum

Post-Editing anfragen

Nutzen Sie das Formular oder senden Sie Ausgangs- und Zieltext direkt an info@elengua.de.

  • Max. Dateigröße: 384 MB.
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
Häufige Fragen

Fragen zum Post-Editing von KI-Übersetzungen

MTPE, Ausgangstext, Light und Full Post-Editing, ISO 18587, Kosten und Neuübersetzung.

Was bedeutet Post-Editing oder MTPE?

MTPE steht für Machine Translation Post-Editing. Dabei wird eine maschinell oder mit KI erzeugte Übersetzung anhand des Ausgangstextes menschlich geprüft und nach einem vereinbarten Qualitätsziel überarbeitet.

Braucht eLengua für Post-Editing den Ausgangstext?

Für ein vollständiges Post-Editing wird der Ausgangstext benötigt, weil nur so Sinn, Vollständigkeit, Terminologie, Zahlen und Auslassungen zuverlässig mit der Übersetzung verglichen werden können.

Was ist der Unterschied zwischen Light und Full Post-Editing?

Light Post-Editing verfolgt ein begrenzteres, vorab definiertes Qualitätsziel. Full Post-Editing beinhaltet eine umfassende menschliche Nachbearbeitung mit systematischem Vergleich von Ausgangs- und Zieltext. Der Umfang sollte vor Projektbeginn eindeutig festgelegt werden.

Was wird beim Full Post-Editing geprüft?

Je nach Text werden unter anderem Sinn, Vollständigkeit, Fachterminologie, Zahlen, Einheiten, Grammatik, Stil, Zielsprachlogik, Konsistenz, Querverweise und Format geprüft.

Wann lohnt sich Post-Editing nicht mehr?

Wenn eine maschinelle Übersetzung sehr viele Sinnfehler, Auslassungen, falsche Fachbegriffe oder strukturelle Probleme enthält, kann eine Neuübersetzung effizienter und zuverlässiger sein. Fachübersetzung ansehen →

Gilt ISO 18587 auch für Light Post-Editing?

ISO 18587:2017 beschreibt Anforderungen an den Prozess des vollständigen menschlichen Post-Editings von maschinellem Übersetzungsoutput und an die Kompetenzen von Post-Editoren. Light Post-Editing sollte deshalb als eigenes, projektbezogen definiertes Qualitätsniveau beschrieben werden. Eine überarbeitete Ausgabe der Norm befindet sich derzeit in Entwicklung.

Was kostet Post-Editing?

Der Aufwand hängt von Sprachpaar, Textumfang, Fachgebiet, Qualität der maschinellen Vorübersetzung, gewünschtem Qualitätsniveau, Dateiformat, Terminologie und Liefertermin ab. Eine gute Vorübersetzung kann den Aufwand reduzieren; eine schlechte Vorübersetzung kann eine Neuübersetzung wirtschaftlicher machen. Preise →

Welche Dateien werden für ein Angebot benötigt?

Hilfreich sind Ausgangstext, maschinell oder mit KI erzeugter Zieltext, Sprachpaar, Textart, Fachgebiet, gewünschtes Qualitätsniveau, Dateiformat, Termin sowie vorhandene Glossare oder Referenzübersetzungen.

Maschinelle Übersetzung professionell nachbearbeiten lassen

Ausgangstext und KI-/MT-Version senden. eLengua übernimmt das vereinbarte Post-Editing mit systematischem Abgleich von Bedeutung, Vollständigkeit und Terminologie.

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