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Bevor man an das Verfassen eines englischen Textes herangeht, muss man sich genau mit der Themenstellung befassen, um das Risiko einer Themaverfehlung zu vermeiden. Dabei ist es hilfreich, jedes einzelne Wort der Themenstellung genau zu analysieren, seine Bedeutungsvarianten abzuklären und ggf. zu Beginn des Textes kurz zu definieren, um Missverständnissen vorzubeugen. Hat man sich das Thema genau vor Augen geführt, so überlegt man sich einen ersten möglichen logischen Aufbau des geplanten Textes und erstellt eine Grobgliederung. An dieser Stelle wird i.d.R. deutlich, welche zusätzlichen Informationen man sich eventuell noch besorgen muss. Die Gliederung stellt das Gerüst da, anhand dessen der Text verfasst wird, sie beinhaltet Einleitung, Hauptteil und Schluss, Argumente und Beispiele, Ideen für den Höhepunkt und je nach Aufsatzart noch weitere Aspekte. Ohne die Gliederung ist keine sinnvolle Ordnung der Gedanken und Ideen und damit kein schlüssiger Textaufbau möglich. In bestimmten Fällen, z.B. bei der Erörterung, ist die Gliederung Teil des benoteten Aufsatzes und wird zusammen mit diesem abgegeben.
Je nachdem, ob es sich um einen Sachtext oder einen erzählenden Text handelt, ist es nötig, sich entsprechende Gedanken zum benötigten Wortschatz und zu Formulierungshilfen zu machen. Ist ein bestimmtes Thema vorgegeben, z.B. aus dem Bereich Umweltschutz, so sollte bereits im Vorfeld eine Sammlung der wichtigsten Vokabeln und Redewendungen zusammengestellt werden.
Gerade beim Verfassen eines Textes in einer Fremdsprache ist es besonders wichtig, deutlich zu schreiben und auf eine saubere äußere Form zu achten, nicht zuletzt, um eigene Fehler beim nochmaligen Durchlesen zu erkennen und für den Korrektor alle grammatikalischen Endungen deutlich lesbar zu kennzeichnen. Am besten erarbeitet man zunächst ein Konzept und erstellt dann eine endgültige Reinschrift; ist dies aus Zeitgründen nicht möglich, so sollte zumindest an einigen Stellen Platz für Nachtragenden gelassen werden. Im Universitätsbereich wird oft nur in jede zweite Zeile geschrieben, um verbessern zu können, ohne die Übersichtlichkeit des Textes zu beeinträchtigen.
Einer der wichtigsten Bereiche beim Verfassen eines Textes ist neben dem Wortschatz die sichere Beherrschung der Grammatik. Hier gilt es besonders auf den korrekten Gebrauch der Zeiten zu achten (u.a. present perfect mit since/for, progressive forms, Zeitenregeln im if-Satz und in der indirekten Rede), auf die richtige Verwendung von Passiv und Adverb und auf die feste Wortstellung im englischen Satz (Subjekt, Prädikat, Objekt). Im Bezug auf den Wortschatz sind themenbezogene Wortschatzlisten ein Muss. Das Beherrschen des passenden (Fach-)Wortschatzes ist die wichtigste Voraussetzung für die Formulierung eines Textes. Des Weiteren sollte man möglichst viele Synonyme und Antonyme sowie gängige Umschreibungstechniken beherrschen und zu jedem Wort in etwa die zugehörige Stilebene im Kopf haben. Ein guter Aufsatzstil bewegt sich im neutralen bis leicht gehobenen Bereich, ist weder zu gespreizt noch zu kolloquial vertraulich, drückt das Gemeinte klar aus und macht in gemäßigtem Maße von allgemein bekannten Fachbegriffen Gebrauch, ohne zu spezifisch zu werden. Aktiv und Passiv werden zum abwechslungsreichen Ausdruck eingesetzt, der Satzbau ist komplex, aber nicht verschachtelt, Stilfehler wie doppelte Verneinung oder falsche Bezüge werden konsequente vermieden.